Hauptinhalt

Zum Berufsbild der Technischen Assistentin Informatik (TAI)

Zitiert aus einer Pressemitteilung, erschienen 1984 in der Computerwoche, die meine Ausbildung beim b.i.b. International College beschreibt.

DV-Fachkraft für Technik und Wirtschaft

Der Technische Assistent Informatik arbeitet als DV-Spezialist im Kleinteam beim Systemhersteller oder Anwender, in Handel, Banken und Industrie oder Forschungsinstituten. Beim DV-Hersteller wirkt er bei der Erstellung von Betriebssystemen, Compilern beziehungsweise spezieller Systemsoftware mit. Beim DV-Anwender entwickelt er Programme für mathematische, wissenschaftlich-technische oder kaufmännische Problemstellungen. Seine Ausbildung befähigt ihn, Problemstellungen zu analysieren und zu ihrer Lösung auch komplexe mathematische Modelle zu entwickeln. Er ist in der Lage, ein Projekt während aller Phasen der Software-Entwicklung von der Problemanalyse über den Entwurf, die Programmierung und den Endtest, selbständig durchzuführen.

Eine "breitangelegte und tiefgehende praxisorientierte Spezialausbildung": Vier Semester Theorie in Informatik, anwendungsorientierten Technik- und Wirtschaftsfächern sowie umfangreiche Praxis in Rechenzentren und Elektroniklabors. Es werden Fachleute ausgebildet, die sowohl die technischen oder wirtschaftlichen Probleme als auch die Möglichkeiten informationsverarbeitender Systeme kennen. Sie sollen in der Lage sein, betriebsspezifische Probleme in DV-gerechte Lösungen umzusetzen.

Als Zugangsvoraussetzung gelten die allgemeine Hochschulreife oder die Berechtigung zum Langzeitstudium Mathematik und Informatik. Mathematische Eignung wird dabei großgeschrieben. Vor der Teilnahme steht ein Eignungstest. Gefordert werden Eigenschaften wie logisches Denkvermögen sowie ausdauerndes und konzentriertes Arbeiten.

Den Unterricht erteilen DV-Praktiker mit Hochschulabschluß und ausgebildete Pädagogen hauptamtlich. Traditionelle Lehrformen im Klassenverband wechseln mit Kleingruppenunterricht und selbständiger Praxisarbeit an Computersystemen.

Die Stundentafel weist Grundlagen der DV, Mathematik aber auch Compilerbau, Betriebssysteme, Systemanwendung, Datenbanken und Pascal, Cobol sowie Fortran als Programmiersprachen auf. Weiter stehen auf dem Lehrplan Wirtschaftslehre, Politik, Wirtschafts- und technische Informatik und Software-Engineering.

Bestandteil der Ausbildung ist eine selbständige Studienarbeit in Verbindung mit einem Wirtschaftsunternehmen. Die Abschlußprüfung wird vor einem staatlichen Ausschuß unter Vorsitz des zuständigen Regierungspräsidenten abgelegt.